Maßnahmen und Konzepte
Spielaktionen
Die Spielaktionen werden einmal im Monat am Vormittag während des Unterrichts in den beteiligten Schulen klassenweise durchgeführt. Die Spielorte befinden sich in den Wohngebieten im Bereich der Schulen. Gemeinsam mit den Spielleitern werden sie von der Schule zu Fuß erreicht. Nachmitttags werden zusätzlich die Spielaktionen in Göttingen an 3 Wochentagen ausgehend von 3 verschiedenen Treffpunkten in Wohngebieten, die im Einzugsgebiet der beteiligten Schulen liegen, durchgeführt. In München gibt es wöchentlich eine Spielaktion in einem Wohngebiet.
Was erreicht werden soll
Die Spielaktionen sollen bei den Kindern Spaß und Begeisterung an Spiel und Bewegung im Freien dauerhaft erwecken. Die Kinder sollen angeregt werden, geeignete Bewegungsräume durch unterschiedliche Spielformen in ihrem Umfeld zu nutzen. Die Spielfähigkeit, Kreativität und Eigenständigkeit der Kinder soll erweitert werden.
Erweiterung der Bewegungsräume und Spielideen
Alle möglichen Bewegungsräume im Wohnumfeld werden als Spielorte genutzt, z.B. Parkanlagen, Wiesen, wenig befahrene Straßen, Wege, Plätze, Uferbereiche, Bäche, kleine Waldstücke. Ein Plan gibt den Spielleitern die jeweils zu nutzenden Spielorte vor (Beispiel s. Spielorte Göttingen), so dass alle potentiellen Möglichkeiten im Gebiet über die Laufzeit des Projektes erspielt werden können. Leitgedanke ist hier die Verankerung der potentiellen Spielorte als machbare Möglichkeit in den Gedanken der Kinder. Parallell wird erfragt, ob die Kinder die Spielorte nutzen oder warum nicht. Probleme wie Verbote der Eltern und verkehrstechnische Fragen werden erfasst möglichst gelöst.
Förderung der Kreativität und Spielfähigkeit
Durch das praktische gemeinsame Spiel erfahren die Kinder Ideen, Möglichkeiten und Potential der Veränderung von Spielideen. Ausgehend von den Ideen der Kinder werden Spiele gegebenenfalls erweitert oder die Spielleiter zeigen neue Möglichkeiten auf. Das kreative Spielen wird unterstützt. Dies verlangt eine akzeptierende und fördernde Haltung des Anleiter, sowie Offenheit und Flexibilität.
Ein breites Spektrum von Spielformen soll letztendlich den Kindern aufgezeigt und von ihnen gespielt worden sein, mit dem Ziel, dass sie dauerhaft auf unterschiedliche Spielmöglichkeiten zurückgreifen können. Der Prozess, wie Spiele und Regeln zum Beispiel an eine höhere Anzahl von Mitspielern oder ungewöhnliche Spielfelder angepasst werden können, wird aufgezeigt.
Konflikte mit dem Umfeld
Kommt es zu Konfrontationen mit anderen Personen während des Spielangebotes, so wird ein Dialog zwischen den Bedürfnissen der Kinder und den Bedürfnissen der Anwohner geführt. In besonders hartnäckigen Fällen zur Nutzung der Spielfläche durch Kinder bearbeitet das Projektteam das Problem. Den Kindern wird aufgezeigt, das der Beschwerde auf den Grund gegangen wird, wer Ansprechpartner ist und wie das Problem verbindlich weiterverfolgt werden kann.
Spielorte am Beispiel Goettingen
Übersicht Spielaktionen 2008
Terminbekanntgabe der Spielaktionen nachmittags