Projektbeschreibung
Projekthintergrund:Ausgehend vom "Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten", wurde am 29.02.2008 die Förderinitiative "Aktionsbündnisse Gesunde Lebensstile und Lebenswelten" vom Bundesministerium für Gesundheit ausgeschrieben. Das Hauptaugenmerk der Förderinitiative soll die Bewegungsförderung sein, wobei im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes das Ernährungsverhalten und die Stressregulation mit einbezogen werden sollen.
Die Förderinitiative ist zunächst für eine Aufbauphase von September 2008 bis Ende Februar 2009 ausgeschrieben. Von 120 eingereichten Anträgen wurden bisher 25 für die Aufbauphase ausgewählt.
Ziele der Förderinitiative sind laut Ausschreibung im Bundesanzeiger (07.03.08) die Einrichtung flächendeckender Strukturen zur Verbesserung der Gesundheitsförderung in Ländern und Kommunen, um nachhaltig zu einer neuen Kultur der Bewegung und gesunden Lebensstile beizutragen.
Die Schaffung einer "positiven Kultur" der Bewegung in alltäglichen (z.B. durch Kooperation öffentlicher und privater Einrichtungen, Unternehmen, Interessensverbänden, Bürger- und Selbsthilfeorganisationen, Bürger und Bürgerinnen) und ein neues Selbstverständnis als gesundheitsfördernde Stadt sind die wichtigen Inhalte.
Die Aufbauphase (7 Monate) dient der Vernetzung relevanter Akteure der Bewegungsförderung zu tragfähigen Strukturen. Es sollten Konzeptideen und Maßnahmen auf Machbarkeit geprüft und auch erprobt werden. Parallel erfolgt die Bewertung der Bündnisse durch ein übergreifendes Evaluationsverfahren in Bezug auf Wirksamkeit, Reichweite, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit.
Die Durchführungsphase dient der Umsetzung und Evaluation der Konzepte für ausgewählte besonders aussichtsreiche Aktionsbündnisse, als Kriterien werden hier der Modellcharakter und ein hohes Transferpotential angelegt.
Die in der Aufbauphase des Aktionsbündnis Gesundheitsförderliche Lebenswelt Goslar erarbeiteten Konzepte sollten so ausgelegt werden, das sie auch bei Nichtberücksichtigung in der Durchführungsphase eine Perspektive zur Umsetzung beinhalten,.
Eine Evaluation der ausgewählten Projekte erfolgt durch die Universität Bremen, dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (Frau Prof. Kolip).
Aktionsbündnis für Gesundheit und eine gesundheitsförderliche Lebenswelt Goslar
Die Dynamik des Wandels im Sozialen, in Wirtschaft und Kultur stellt immer wieder neue Herausforderungen an uns alle, das Zusammenleben neu zu gestalten und die zeitgemäßen Grundlagen für eine gesunde Lebenswelt zu erkunden und weiterzuentwickeln. Offenheit und positives Erleben, Integration und Zusammenarbeit, Entwicklung sinnvoller Konzepte und engagiertes gemeinsames Handeln bilden das Leitbild für dieses Aktionsbündnis.
Gegründet wurde das "Aktionsbündnis für Gesundheit und eine gesundheitsförderliche Lebenswelt Goslar" am 19. August 2008 von den zentralen Akteuren aus Vertretern Grundschule Unter-Oker, der Kindertagesstätte St. Paulus, der Stadtjugendpflege mit Jugendzentrum „Gleis 95“, der Diakonischen Beratungsdienste Goslar gemeinnützige GmbH und des Fachdienstes Gesundheit & Verbraucherschutz. Unterstützt und koordiniert wird das Projekt durch die Abteilung Allgemeine Hygiene und Umweltmedizin (Prof. Dr. Hartmut Dunkelberg, Universitätsmedizin Göttingen) in Zusammenarbeit mir der Abteilung Sportpädagogik (Prof. Dr. Jürgen Schröder, Universität Göttingen) sowie dem Büro für Umweltforschung, Stadt- und Regionalentwicklung (Dr.-Ing. Hans-Joachim Schemel, München).
Bewegungsaktivität im Freien als die altersgemäße Form des sinnlichen, körperlichen und sozialen Lernens soll durch stadtplanerische Maßnahmen und vor allem auch durch unterstützende Projekte im Wohnumfeld und durch gemeinsames Handeln gefördert werden. Durch Beteiligung und Vernetzung der im Aktionsbündnis engagierten Goslarer Bürger, der verschiedenen Akteure in Schulen und Kindergärten, in Wirtschaft, Sport und Kultur soll langfristig eine Modellregion für die Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebenswelten entstehen.
Als konkreter Ausgangspunkt wurden drei Bündnisprojekte mit verschiedenen Teilzielgruppen im Ortsteil Oker ausgewählt:
| Bündnisprojekt1: | Projekt zur Bewegungsförderung besonders benachteiligter und förderungswürdiger Kinder im Projektgebiet Oker und im familienbezogenen Umfeld dieser Kinder; |
| Bündnisprojekt2: | Projekt zur Bewegungsförderung von Kindern im Grundschulalter im Raum Oker; |
| Bündnisprojekt3: | Projekt zur Bewegungsförderung von Kindern im Kindergartenalter im Raum Oker |
Das Aktionsbündnis wird für eine Aufbauphase von 7 Monaten vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Eine Förderung für weitere 2,5 Jahre kann im Anschluss an diese Aufbauphase beantragt werden.
Organisationsstruktur des Aktionsbündnisses